Wie wird man Heilpraktiker/in?

Celia Schmierer

von Celia Schmierer, Heilpraktikerin und
Leiterin der Freien Heilpraktikerschule Freiburg

Persönliche Beratungsgespräche sind möglich.
Kontakt:
Fr. Schmierer / Fr. Scheubeck / Fr. Koppold
Freie Heilpraktikerschule Freiburg
Marie-Curie-Str. 1 in 79100 Freiburg (Stadtteil Vauban)
Tel:  0761-401 44 52  oder
www.freie-heilpraktikerschule.de

LEITARTIKEL: von Celia Schmierer, Heilpraktikerin und Leiterin der Freien Heilpraktikerschule Freiburg

Im Herzen des Freiburger Stadtteils Vauban gibt es die Freie Heilpraktikerschule Freiburg. Dort kann man die Ausbildung zum Heilpraktiker machen, etwas über Heilkräuter und Ernährung lernen oder andere spannende Seminare besuchen. Doch was bedeutet es eigentlich, eine Heilpraktikerausbildung zu machen, was unterscheidet Heilpraktiker von Ärzten und was ist bei der Ausbildung der Freien Heilpraktikerschule besonders? Diese Fragen sollen im Folgenden beleuchtet werden.
Wer kann Heilpraktiker werden und wie sieht die Prüfung aus?
Die Ausbildung steht generell jedem offen. Jedoch müssen nach der Ausbildung zur Prüfungsanmeldung am Gesundheitsamt folgende Voraussetzungen erfüllt werden: Man muss mindestens 25 Jahre alt sein, einen Hauptschul- oder vergleichbaren Schulabschluss haben, laut Hausarzt berufstauglich sein und ein amtliches Führungszeugnis vorlegen. Da man als zugelassener Heilpraktiker eine große Verantwortung trägt, sind die Prüfungsfragen auf einem hohen medizinischen Niveau gestellt und bedürfen der intensiven Vorbereitung. Es empfiehlt sich deshalb, nach einer geeigneten Schule zu suchen, die eine fundierte heilkundliche Ausbildung anbieten kann.
Die Prüfung wird zweimal jährlich am zuständigen Gesundheitsamt durchgeführt und  besteht aus zwei Teilen. Die Anwärter müssen zuerst einen schriftlichen Multiple-Choice-Test mit 60 Fragen beantworten. Gelingt es, davon 45 Fragen oder mehr korrekt zu beantworten, bekommt man eine Einladung zur mündlichen Prüfung zugeschickt. Diese wird frühestens 3 Wochen nach der schriftlichen Überprüfung durch einen Amtsarzt des Gesundheitsamtes und einen Heilpraktiker als Beisitzer durchgeführt und dauert in der Regel circa 45 Minuten. Wird diese nach medizinischer Einschätzung der Prüfer/-innen ebenfalls bestanden, darf man sich im Anschluss staatlich geprüfte/-r Heilpraktiker/-in nennen.

Wie unterscheidet sich der Beruf des Heilpraktikers von dem des Arztes?
Ärzte studieren an der Universität und brauchen dafür als Zulassung die allgemeine  Hochschulreife. Heilpraktiker machen ihre Ausbildung in der Regel an freien Schulen und legen im Anschluss eine von Amtsärzten durchgeführte Prüfung am Gesundheitsamt ab. Unabhängig von ihrer Ausbildungsstätte wird sowohl von Ärzten als auch von Heilpraktikern ein tiefgreifendes medizinisches Wissen gefordert. Jedoch sind die Arbeitsschwerpunkte der beiden Berufe in der Regel sehr unterschiedlich. Der Hauptteil der Heilpraktiker arbeitet selbstständig und wendet in der eigenen Praxis sanfte, regulierende Naturheilkunde an, um den Körper des Patienten zur Selbstheilung anzuregen. Verschreiben und verabreichen dürfen sie mit wenigen Ausnahmen nur apothekenpflichtige und rezeptfreie Medikamente. Ärzten ist es unter anderem vorbehalten, verschreibungspflichtige Medikamente sinnvoll einzusetzen, zu röntgen, Krankheiten im Mund- und Zahnbereich zu beurteilen, Geburtshilfe zu leisten und chirurgische Eingriffe durchzuführen.
Das übliche Behandlungsspektrum von Heilpraktiker/-innen beginnt häufig bei Krankheiten, die unter schulmedizinischer Betrachtungsweise als austherapiert gelten. Dazu zählen beispielsweise chronische Gesundheitsprobleme, für die die Schulmedizin häufig zu symptomorientierten Behandlungsmethoden greift. Auf diese Weise bekommen die Ärzte zwar im Idealfall das Symptom in den Griff, helfen jedoch selten bei der Ermittlung der Ursache. Ein großer Vorteil des Heilpraktikers ist dabei, dass er sich im Gegensatz zu den meisten Ärzten, die in ihrer beruflichen Ausübung stark von den Krankenkassen reglementiert sind, mehr Zeit für die Patienten nehmen kann. Es ist stets sowohl für Heilpraktiker, als auch für Ärzte wichtig, sich mit den neuesten medizinwissenschaftlichen Erkenntnissen auseinanderzusetzen und diese im Anschluss auf die eigene Arbeit zu übertragen.

Mit welcher Motivation wurde die Freie Heilpraktikerschule Freiburg gegründet?
Die Freie Heilpraktikerschule existiert seit nunmehr 17 Jahren. Sie entstand aus einer Gruppe lernbereiter Schüler/-innen, die sich in Selbstorganisation mit Unterstützung durch einige motivierte Dozent/-innen um ihre Ausbildung kümmerte. Es spricht für diese Schule, dass bis auf wenige Ausnahmen fast alle Dozent/-innen dieser Anfangszeit bis heute noch dort lehren. Da bald das Interesse von weiteren Schüler/-innen an dieser Ausbildung stieg und daher mehr und mehr Organisations- und Büroarbeit anfiel, beschloss die frühere Schülerin und heutige Schulleiterin Celia Schmierer, aus dieser Initiative die Freie Heilpraktikerschule zu gründen. Dank ihrer unermüdlichen Arbeit wuchs und gedieh die Schule und aus einer Vormittagsklasse entwickelten sich über die Jahre zahlreiche weitere Ausbildungskonzepte.
Mittlerweile bietet die Freie Heilpraktikerschule vier unterschiedliche Heilpraktikerausbildungen an: Vormittags, nachmittags, am Abend oder am Wochenende. Die Kurskonzepte sind dabei jeweils auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Schüler/-innen ausgerichtet. Der Vormittagskurs und der Nachmittagskurs gehen jeweils über zwei Jahre. Beide Ausbildungen sind ohne medizinische Vorkenntnisse buchbar und beinhalten neben den schulmedizinischen Themen spannende naturheilkundliche Seminare und Fortbildungen, die den Einstieg in die spätere Praxistätigkeit erleichtern. Der zweieinhalbjährige berufsbegleitende Abendkurs kann ebenfalls ohne Vorkenntnisse besucht werden. Der Wochenendkurs wiederum ist ein einjähriger Intensivkurs für Schüler/-innen mit medizinischer Vorbildung. Sowohl im Abend- als auch im Wochenendkurs werden ausschließlich prüfungsrelevante Themen gelehrt. Um wichtige Zusatzqualifikationen zu erwerben,  können parallel oder aufbauend stets naturheilkundliche Ausbildungen wie z.B. Heilpflanzenkunde, Homöopathie, Ernährung oder Massage besucht werden. Ergänzt wird das breite Angebot der Schule durch wechselnde interessante Seminare und Fachfortbildungen, die auch als Einstieg für Laien geeignet sind.

Ingeborg Becker

Was ist das Besondere an der Freien Heilpraktikerschule Freiburg?
Es ist den Mitarbeitern der Freien Heilpraktikerschule ein wichtiges Anliegen, den Schüler/-innen mit Motivation und Engagement ein tiefes Verständnis von Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Körpers zu vermitteln. Bei dieser Arbeit ist das kompetente, engagierte Team aus mittlerweile über 40 Ärzten, Heilpraktikern und Biologen unersetzlich. Sie lehren hier sowohl schulmedizinische, als auch naturheilkundliche Themen. Ihr Fokus liegt stets auf der empathischen und individuellen Betreuung der Schüler/-innen, um so ein angenehmes Lernklima zu schaffen. Zur weiteren Unterstützung bei prüfungsspezifischen und auch persönlichen Anliegen gibt es im Schulbüro drei erfahrene Heilpraktikerinnen, die den Schüler/-innen stets mit Tipps, Ratschlägen und einem offenen Ohr zur Seite stehen.
Kurz gefasst ist das Besondere an dieser Heilpraktikerschule einfach die familiäre Atmosphäre, die aus der Motivation, dem gemeinsamen medizinischen Interesse und dem herzlichen Miteinander der Mitarbeiter/-innen, Dozent/-innen und Schüler/-innen entsteht. Und das Konzept trägt Früchte: Bei der letzten Heilpraktikerprüfung im Frühjahr 2017 haben tatsächlich alle Schüler/-innen, die nach einer intensiven Vorbereitungszeit in die mündliche Prüfung gegangen sind, diese herausfordernde Prüfung erfolgreich bestanden!

Die Freie Heilpraktikerschule Freiburg lädt zum Infoabend der Schule ein: am Freitag, 22. September um 19 Uhr.

Persönliche Beratungsgespräche sind möglich. Kontakt:
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