Evelin C. Bloss

Evelin Bloss

Heilpraktikerin Ganzheitliche Frauenheilkunde
Zum Engelberg 16
79249 Merzhausen
Telefon: 01577/1076759
E-Mail-Adresse: ebloss@frauenheilkunde-freiburg.de
www.frauenheilkunde-freiburg.de

LEITARTIKEL: Methoden der Selbstheilung für Frauen

Welche alternativen Behandlungsmethoden in der Frauengesundheit und Frauenheilkunde gibt es?
Sind sie wirkungsvolle und ernst zu nehmende Möglichkeiten neben der modernen Gynäkologie?
Bei welchen Anliegen und Krankheiten können sie unterstützen und heilsam wirken?

Mit dieser Einführung, zwei Kurzinterviews von Sandra Grünes zur „Ayurveda- Medizin“ und Angelika Koppe zur „Methode Wildwuchs“ sowie eigenen Praxiserfahrungen möchte ich Ihnen einen Einblick in das Thema bieten.
Pflanzenheilkunde - Die wohl älteste Medizin auf dieser Erde
Über Jahrtausende hinweg hat die Menschheit durch ständiges Beobachten und Ausprobieren wertvolle Kenntnisse über die heilende Wirkung der Pflanzenkräfte gesammelt.
Frauen sammelten Wurzeln, Kräuter und stellten verschiedene Arzneien in Form von Teeauszügen, Salben etc. zusammen. Sicherlich spielte über Zehntausende von Jahren auch die übernatürliche Fähigkeit, die man den Pflanzen zuschrieb, eine zentrale Rolle. Direkt am Haus befand sich oft ein eigens gepflanzter Holunderstrauch, wohin Mütter ihre Neugeborenen trugen, um bei der Erdgöttin „Holla“ Schutz für das Neugeborene zu erbitten.
Besonders großes Ansehen genossen jene Kräuter und Wurzeln, welche die Fruchtbarkeit steigerten und die Geburt erleichterten. Einige Kräuter sind seit Jahrhunderten in der Frauenheilkunde und Geburtshilfe Helfer für Frauen, weswegen sie Namen tragen wie Frauenmantel, Mutterkraut oder Mariendistel.

Hypnose - Eine uralte Heilmethode
Überlieferungen aus Ägypten und Babylon belegen Hypnose-Sitzungen, schon etwa 6.000 vor Christus. Vor 100 Jahren war die Methode in Deutschland so verbreitet, dass es keine Seltenheit war, dass Frauen ihr Kind unter Hypnose bekamen. In Russland gab es Zentren, sogenannte Hypnotarien, in welchen Frauen unter der Geburt hypnotisch begleitet wurden. Rund 60 Prozent der Frauen erlebten hier die Geburt ihres Kindes unter Hypnose. Später wurde dieser Bereich durch Medikamente in der Anästhesie übernommen.
In der Hypnose, auch als Trance bekannt, werden durch veränderte Bewusstseinszustände Tiefenentspannung und Heilungsprozesse angeregt.
Die Auswertung einer groß angelegten Studie, die zwischen Herbst 2001 und Frühjahr 2002 an acht verschiedenen Orten und Kliniken in Nordrhein-Westfalen durchgeführt wurde ergab, dass Frauen in Hypnose weniger Angst und weniger Schmerzen empfinden und ihr Kind schneller zur Welt bringen. Als natürliche Methode hat die Hypnose damit im Gegensatz zu chemischen Schmerzmitteln, keine unerwünschten Nebenwirkungen. (Quelle: Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord www.geburt-unter-hypnose.de)

In den letzten Jahren ist die Nachfrage zu Alternativen in der Frauengesundheit und -heilkunde wieder angestiegen. Vielleicht weil es sanfte Methoden sind, welche kaum Nebenwirkungen zeigen oder weil sie den Menschen geistig und körperlich als Einheit sehen und darüber hinaus die Frau ermächtigen, die eigene Gesundheit wieder selbst in die Hand zu nehmen?

Interviews
Folgende Gespräche mit zwei Fachfrauen, bieten Ihnen einen tieferen Einblick in zwei unterschiedliche Methoden im Bereich Frauengesundheit.

Ayurveda - Medizin
Sandra Grünes, Heilpraktikerin in der Ayurveda Praxis in Freiburg (www.ayurveda- freiburg.eu)
E. Bloss:  Welchen Platz hat die Frauenheilkunde in der Ayurveda-Medizin?
S. Grünes: Ayurveda ist eine harmonisierende, ordnende und aufbauende Medizin, welche einen hohen Präventivansatz hat. Dies bedeutet für die Frauenheilkunde konkret, dass das Gewebe der Frau gut genährt sein soll und die Energien im Fluss sind, damit spezifische Beschwerden, Menstruatiosbeschwerden oder menopausale Beschwerden erst gar nicht auftauchen.
E. Bloss:  Wie alt ist die Frauenheilkunde in der Ayurveda-Medizin?
S. Grünes: Die Ayurveda-Medizin und die darin enthaltene Frauenheilkunde ist eine sehr alte Heilkunde mit Ursprung in Indien, ca. 2000 Jahre vor Christi. Sie wird als die Mutter der östlichen Medizin bezeichnet. Die Frau hat darin einen speziellen Stellenwert. So heißt es im Originaltext der Caraka Samhita (original Veden): „Rechtschaffenheit, Reichtum, Überfluss, ja die Schöpfung überhaupt, alles kommt von den Frauen". (CS,1)
Methode Wildwuchs
Angelika Koppe, Begründerin der Methode Wildwuchs (www.methode- wildwuchs.com) und Autorin des Buches „Selbstheilung bei Endometriose nach der Methode Wildwuchs“.
E. Bloss:  Was genau ist die Methode
Wildwuchs?
A.Koppe: Die Methode Wildwuchs ist eine sinnliche Anleitung für Zwiegespräche mit dem eigenen Körper. Über innere Bilder zeigt sich Wissen zur Selbstheilung. Auch Lösungen finden sich in den inneren Bildern und damit auch ganz bei der Frau. Oft sagen Frauen dann:
„ Eigentlich habe ich das schon immer gewusst!"
E. Bloss: Wie ist diese Methode entstanden?
A. Koppe: Der Ausgangspunkt waren eigene Erfahrungen. Außerdem lernte ich von Dr. Carl Simonton und Dr. Jeanne Achterberg. Dr. Carl Simonton forschte in den 80ern erfolgreich über den Dialog mit dem Körperinnenleben und inneren Bilder in der Krebstherapie. Dr. Jeanne Achterberg, die Autorin des Buches „Die Frau als Heilerin“, stellte auf Ihren Reisen fest, dass in fast allen alten Kulturen Wege zur eigenen Heilung über innere Bilder gefunden wurden, da Bildbetrachtung schon vorsprachlich erfahren wurde. Dies beschreibt sie auch in Ihrem Buch.

Ausblick
Ich selbst bin Heilpraktikerin und arbeite im Bereich der alternativen Frauenheilkunde in Freiburg. Anhand zweier Beispiele aus meiner Erfahrungspraxis und dem Vorstellen einer neuen, sinnlichen CD, möchte ich meinen Beitrag zur Frauengesundheit ergänzen.

Frau M. kommt zu mir in die Praxis. Seit der Menarche (erste Regelblutung) leidet sie zyklisch unter starken Bauchschmerzen und Übelkeit. Schmerzmittel und die Pille haben bisher kaum geholfen. Nach einer sorgfältigen Anamnese findet eine Untersuchung im Rahmen einer Hormonmassage, auf Basis der Fruchtbarkeitsmassage nach Dr. Motha statt. Während dieser Massage nimmt Frau M. unterschiedliche Verspannungen im Becken wahr. Anschließend finden wir Yogaübungen, welche diese inneren Verspannungen sanft dehnen. Zu Hause übt Frau M. jeden Abend. Allmählich entwickelt sie ein besseres Körpergefühl. Nach ein paar Monaten verschwinden die Spannungen im Becken und auch die Regelschmerzen fast vollständig.

Frau A. kommt mit Kinderwunsch, welcher seit vier Jahren besteht, zu mir in die Praxis. Während der Fruchtbarkeitsmassage nach Dr. Motha und Birgit Zart ertaste ich eine kühle Fläche tief im Becken, in der Lage rund um die Gebärmutter, welche für eine verminderte Durchblutung spricht. Vom Fruchtbarkeitszentrum weiß Frau. A. dass sich ihre befruchteten Eizellen sehr langsam teilen. Während der Massage führe ich Frau. A. in eine leichte Hypnose, eine Heiltrance, so dass ihr Körper eine Tiefenentspannung erfährt, was die Wirksamkeit der Massage erhöht. Während meine Hand auf der Reflexzone der Gebärmutter liegen bleibt, entsteht ein innerer Dialog mit der Gebärmutter, welcher sich über Worte, Bilder und Gefühle ausdrückt. Aus diesem inneren Gespräch entsteht auch ein Handlungsplan, den Frau A. dann zu Hause regelmäßig umsetzt. Frau A. stellt erstaunt fest, dass die tiefe Kälte in ihrem Becken und das starre Gefühl rund um die Gebärmutter, sich aufgelöst haben.

CD - Drei sinnliche Reisen in die innere Welt der Weiblichkeit
In Zusammenarbeit mit Savita Neussner und Claudia Becker entsteht aktuell eine Meditations CD mit drei sinnlichen Reisen in die innere Welt der eigenen Weiblichkeit (Brüste-Gebärmutter-Yoni), die den Dialog mit dem Körper feinfühlig unterstützt.
Denn wie Diana Richardson Sexualtherapeutin und Autorin von „Zeit für Weiblichkeit“ so schön sagt: “Sie müssen sich klarmachen, dass die weibliche Brust der Ort ist, wo unsere sexuelle Energie entsteht, wenn Frauen ihre Brust von innen spüren. Schon alleine dafür müssen Frauen ihre Brüste lieben, unabhängig von deren Größe und Form“. Die CD wird voraussichtlich ab Januar 2018 erhältlich sein.

"Für ihre Selbstheilung lernen Frauen ihren Körper von innen zu erleben, sich wieder auf die innere Stimme zu besinnen, um daraus eigene Handlungskompetenzen zu entwickeln. Dies bedeutet auch, dem eigenen Rhythmus von Ruhen und Bewegen zu folgen und damit den Alltag bewusst zu gestalten."

Herzlichst
Evelin Bloss