Ganzheitliche Therapie bei körperlichen Beschwerden

von | 30. Mai 2022

Körperliche Beschwerden sind Hinweise darauf, dass im Gesamtsystem des Menschen etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Symptome sagen jedoch nichts darüber aus, wo die Ursache der Disbalance liegt.

Der Mensch manifestiert sich auf den fünf Ebenen Körper, Gedanken, Gefühle, Energiesystem und Spiritualität. In jedem dieser Bereiche entstehen Belastungen und können zu Symptomen führen. 

Diese Grafik verdeutlicht: Keine der fünf Dimensionen kann losgelöst von den anderen betrachtet werden. Sie beeinflussen sich gegenseitig und stehen auch mit dem Umfeld des Menschen in einer wechselseitigen Beziehung, sind gemeinsam also mehr als die Summe ihrer Einzelteile. Der Mensch ist gesund, wenn es ihm in jeder der oben beschriebenen Ebenen gut geht, die fünf Dimensionen ausgewogen miteinander interagieren und er in Harmonie mit seiner Umgebung lebt. 

Ist dies nicht der Fall, erlebt der Mensch Beschwerden. Sie können sich direkt auf der Ebene ausdrücken, auf der die Disbalance entstanden ist, aber auch auf einer oder mehreren der anderen Dimensionen. Anders ausgedrückt: Wenn die Seele weint und der Mund schweigt, dann spricht der Körper. Außerdem zeigen sich die Symptome oft zeitversetzt, manchmal erst Jahre nach einer belastenden Erfahrung. Die wesentliche Aufgabe einer ganzheitlichen Diagnostik besteht deshalb darin, diese Zusammenhänge zu erkennen und herauszufinden, auf welchen Ebenen das eigentliche Problem liegt, wie die Geschichte eines unserer Patienten anschaulich zeigt:

Wie Beschwerden entstehen

Roland, 49 Jahre alt, ist seit 25 Jahren verheiratet. Seine Frau Petra erledigt die Büroarbeit in Rolands Handwerksbetrieb mit sieben Beschäftigten und kümmert sich um den Haushalt. Die Tochter absolviert ein Auslandssemester, der Sohn steht kurz vor dem Bachelor. Seit die Kinder aus dem Haus sind, beklagt Petra sich oft darüber, dass Roland nichts mit ihr unternimmt, sie nur noch miteinander funktionieren und sonst aneinander vorbeileben. 

Seit circa zwei Jahren wird Roland regelmäßig von Rückenschmerzen geplagt, oft im Nacken, manchmal im Kreuz. Alle paar Wochen gönnt er sich eine Wellnessmassage, die lindert die Schmerzen für ein paar Tage. Tagsüber steht Roland ständig unter Strom. Ab 6 Uhr früh versucht er im Betrieb, die vielen anstehenden Aufgaben zu bewältigen. Pausen sind für ihn ein Fremdwort. Auf dem Weg zu Kund:innen hält er kurz an einer Imbissbude, um sich Pommes, einen Döner oder eine Bratwurst zu kaufen, die er auf die Schnelle im Auto herunterschlingt. Auf diese Weise hat er in den letzten Jahren fast 20 Kilo zugelegt. Nach einem langen Arbeitstag, der selten vor 20 Uhr endet, trinkt Roland sein Feierabendbier und schläft dann rasch vor dem Fernseher ein. Meistens wacht er gegen 3 Uhr auf und schleppt sich vom Sofa ins Bett, wo er sich dann stundenlang von einer Seite auf die andere wälzt. Dabei gehen ihm tausende Gedanken durch den Kopf. Zum Beispiel darüber, dass keins seiner Kinder den Betrieb übernehmen will. In solchen Momenten fragt er sich, wozu er sich überhaupt noch so reinkniet. Da ist ihm alles irgendwie egal. Manchmal versucht er sich dann vorzustellen, wie sein Leben sein könnte, wenn er nicht klaglos in die Fußstapfen seines Vaters getreten wäre. Morgens fühlt er sich müde und zerschlagen und braucht erst einmal eine große Tasse starken Kaffee.

Schon seit Längerem findet Roland selbst am Wochenende keine Erholung mehr. Irgendwas gibt es in Haus und Garten ja immer zu tun. Und dann ist da noch der Schützenverein, in dem Roland als langjähriges Mitglied stell–
-ver-tretender Vorstand ist. Deshalb geht er stets mit gutem Beispiel voran, verpasst kein Training und kein Turnier. Bei Festen und Veranstaltungen ist er immer der Erste beim Auf- und der Letzte beim Abbau. Bei seinen Schützenkolleg:innen ist er sehr beliebt, er gilt dort als hilfsbereit, freundlich und leutselig. Zu Hause und im Betrieb ist er eher mürrisch und wortkarg.

Von seinen Mitarbeiter:innen wird Roland zunehmend als genervt wahrgenommen. Besonders montags. Er selbst sagt von sich: „Na ja, ich bin halt strikt. Wenn einer Bockmist baut, dann kann ich schon mal ausrasten.“

Eines Morgens, nach einer besonders unruhigen Nacht, fährt Roland beim Aufstehen ein derart heftiger Schmerz in den Rücken, dass er sich fast nicht mehr bewegen kann. Im Krankenhaus wird ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert. Die behandelnde Ärztin rät Roland zu einer Operation. Er lehnt ab und will die Sache mit Wärmepflastern und Ibu 800 lösen. Seine Frau legt ein Veto ein und stellte ihn schließlich vor die Wahl: Trennung oder ganzheitliche Therapie. So kam er in unsere Naturheilpraxis Vitarium. Zunächst allein, später auch gemeinsam mit Petra zu paar-therapeutischen Sitzungen.

„Horch da klopft die Seele an! Der ganzheitliche Weg zur Gesundheit“, das neueste Werk von Bärbel Rockstroh und Sebastian Rockstroh, können Sie beziehen im Buchhandel oder direkt beim Autor:innen-Paar – auf Wunsch gerne mit Widmung – einfach per E-Mail an buero@vitarium-rockstroh.de

 

Bärbel Rockstroh und Sebastian Rockstroh sind Traumatherapeut:in, Hypnose-Therapeut:in, Körpertherapeut:in, Heilpraktiker:in für Psychotherapie und Kinesiolog:in. Sie arbeiten gemeinsam im Vitarium, ihrer Naturheilpraxis für 360°-Coaching und ganzheitliche Therapie. Südlich von Freiburg haben sie in der Schwarzwald-Idylle des Münstertals ein Haus der Heilung geschaffen. Dort finden Menschen aus dem ­gesamten deutsch-, niederländisch- und englisch­sprachigen Raum individuelle Unterstützung auf ihrem Weg zur Gesundheit. Die Themen sind vielfältig und reichen von psycho-somatischen Erkrankungen über Traumatisierungsfolgen bis zu Partnerschaftskonflikten. Mehr über ihre Arbeit erfahren Sie unter www.vitarium-rockstroh.de und auf dem YouTube-Kanal Bärbel und Sebastian Rockstroh – Vitarium.

Der 5-dimensionale Blick

Rolands Geschichte zeigt deutlich die Notwendigkeit, ein gesundheitliches Problem ganzheitlich zu analysieren. Auf den ersten Blick zeigt sich das Symptom auf der körperlichen Ebene: Roland hat einen Bandscheibenvorfall. Ihnen ist aber sicherlich auch aufgefallen, dass sich Roland chronisch schlapp fühlt (energetische Ebene), ihm der Sinn seines Schaffens fehlt (spirituelle Ebene), er wahlweise aggressiv, mürrisch oder zurückgezogen ist (emotionale Ebene) und er nachts oft wach liegt und grübelt (mentale Ebene). Die therapeutische Aufgabe bestand darin, bei Roland das Bewusstsein für seine Belastungen in den unterschiedlichen Lebensbereichen zu wecken und für Erleichterung auf allen Ebenen zu sorgen.

Die ganzheitliche Therapie

In seiner Therapie realisiert Roland, dass ihm als Erstgeborenem von klein auf die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister übertragen wurde. Außerdem hat sein Vater ihm stets aufs Neue schwierige Extraaufgaben zugewiesen, um ihn, wie er sagte, für das Leben zu ertüchtigen. Wurden diese nicht zur hunterprozentigen Zufriedenheit des Vaters erledigt, hagelte es vernichtende Kritik. 

Roland kann sich eingestehen, dass er als Erwachsener immer noch auf das Lob seines Vaters wartet. Obwohl er den Betrieb erheblich erweitert und modernisiert hatte, erntete er von seinem Vater stets nur abwertende Kommentare wie: „Bei dem Handwerkermangel heutzutage kann ja jeder Depp einen Betrieb führen.“ Das spornte ihn erst recht an, noch mehr zu leisten, um noch größere Erfolge zu erzielen. Im Rahmen der Therapie löst er zunehmend die Angst vor seinem omnipräsenten Vater auf und lernt, sich von ihm abzugrenzen.

Roland erkennt, dass ihm der Sinn im Leben fehlt und entwickelt nach und nach eine Vision für sein weiteres (Berufs-)Leben. Er lernt, im Betrieb mehr zu delegieren, Aufträge nur dann anzunehmen, wenn genügend Kapazität vorhanden ist, seine Arbeitszeit zu reduzieren und regelmäßig Pausen einzulegen. Auch die Ernährung wird umgestellt. Mittags isst er jetzt zu Hause. Petra, die die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann sehr genießt, sorgt für gesunde Mittagessen. In der Paartherapie nähern sich Roland und Petra einander wieder an. Sie lernen, sich nicht nur über Sach- und Orga-Fragen zu unterhalten, sondern sich emotional auszutauschen. Das versetzt sie in die Lage, Pläne für die vor ihnen liegende Phase als Paar ohne Kinder zu schmieden. Ein gemeinsamer Tanzkurs bringt nicht nur frischen Schwung in die Ehe, sondern auch Spaß an der Bewegung in Rolands Leben. Seine Rückenbeschwerden haben sich erheblich reduziert, über lange Strecken ist er komplett schmerzfrei. Wenn es im Rücken zwickt, dann weiß er jetzt, dass er sich wieder einmal zu viel aufgebürdet hat und vor allem, wie er sofort gegensteuern kann.

Das Symptom als Schlüssel zur Heilung

Keine Krankheit hat nur eine Ursache, daher ist ein monokausal ausgerichteter Therapieansatz in aller Regel nicht von Erfolg gekrönt. Rolands Geschichte zeigt eindrucksvoll auf: Wer sich dem Symptom zuwendet, es in den fünf Dimensionen entschlüsselt und Heilimpulse auf jeder dieser Ebenen setzt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit Gesundheit (zurück-)erlangen. In unserer Praxis dürfen wir das jedenfalls Tag für Tag erleben.

Bärbel Rockstroh und Sebastian Rockstroh

Bärbel Rockstroh und Sebastian Rockstroh

Vitarium – Naturheilpraxis für 360°-Coaching und ganzheitliche Therapie

Münsterhalden 10, 79244 Münstertal
Telefon: +49 7636 787244-5