Die Echte Kamille

Die Echte Kamille

Die Echte Kamille

Die Echte Kamille gehört zu den bekanntesten und wertvollsten Naturheilpflanzen überhaupt. Kein Wunder, das „Mutterkraut“ ist für seinen antiseptischen und vielseitigen Charakter bekannt, lässt sich innerlich wie äußerlich anwenden und findet in Arzneimitteln ebenso wie in vielen Kosmetikprodukten Verwendung: Ein wahrer Klassiker, der Schönheit und Gesundheit vereint.

Kaum eine Pflanze spielte in so vielen Religionen eine derart große Rolle wie die Kamille. Die alten Ägypter widmeten das Kraut ihrem mächtigen Sonnengott Ra. Ebenso heilig war die Kamille den nordischen Völkern. Die kleinen Blüten dienten dort als Opfergaben, um deren Sonnengott Baldur bei Laune zu halten und stets gütlich zu stimmen. Im Christentum war man lange davon überzeugt, dass ein am 24. Juni (Johannistag oder auch Tag der Sommersonnenwende) an der Haustür aufgehängter Kamillenkranz Sturm, Blitz und Donner fern hielt. Auch war es früher in einigen europäischen Ländern üblich, dass man zum sonntäglichen Kirchgang einen Strauß Kamille mitbrachte.

Im alten England gehörte die Kamille zu den neun heiligen Kräutern und es war Usus, dass bei einer Krönungszeremonie just derjenige, dessen königliches Haupt gekrönt werden sollte, immer ein Kamille-Sträußchen in petto hatte. Auch in der Alchemie und im Aberglauben hatte die Kamille ihren festen Stammplatz: Dem Rauch der Kamille schrieb man gewaltige Zauberkräfte zu, die Unheil abwenden konnten.

Die Königin unter den Heilkräutern

Seit dem 16. Jahrhundert ist die Kamille laut Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg das gebräuchlichste Heilkraut überhaupt. „In der Hausapotheke sollten Blüten oder ein Kamillen-Konzentrat nicht fehlen“, rät er. Denn die Kamille ist unglaublich vielseitig: Kamillenblüten helfen bei krampfartigen Beschwerden im Verdauungstrakt, sie schützen die Schleimhäute, hemmen das Wachstum von verschiedenen Bakterien und Pilzen. Kamille kann in Form von Inhalationen, Spülungen, Bädern, Umschlägen und Auflagen eingesetzt werden. Auch bei bakteriellen Hauterkrankungen, einschließlich der Mundhöhle und des Zahnfleisches, und Erkrankungen des Genitalbereiches oder bei Entzündungen im Nasen- und Rachenraum hilft sie.

Dass die Echte Kamille (Matricaria recutita), deren lateinischer Name sich von „mater“ – der Mutter – ableitet und die deshalb im Volksmund als „Mutterkraut“ bezeichnet wurde, eine antibakterielle, schmerzstillende, wundheilungsfördernde und krampflösende Wirkung hat, ist weitgehend bekannt. Dass man im 15. Jahrhundert bei der Wasserdampfdestillation der Kamille einen tiefblauen, kristallinen und aromatischen Kohlenwasserstoff, das Azulen (spanisch azul = „blau“) oder „Cyclopentacyclohepten“ beziehungsweise „Chamazulen“, gewinnen konnte, weniger. Neben seinem entzündungshemmenden und regenerierenden Nutzen ist Azulen zudem auch ein guter Radikalenfänger – das macht diesen Stoff für die Beauty-Industrie und im Anti-Aging-Bereich so interessant.

Kamille? Macht echt schön!

Naturkosmetiker halten große Stücke auf den Klassiker unter den Heilpflanzen, der für natürliche Schönheit sorgt. Echte Kamille und deren Extrakte wie das Bisabolol und das blau gefärbte Chamazulen finden sich daher in vielen Beauty-Produkten: In Gesichts-Cremes, Körper-Lotionen, antibakteriellen Foundations, Abdeckstiften und Pudern – die zu Unreinheiten neigenden Zeitgenossen profitieren von der Heilkraft der universell einsetzbaren Pflanze ebenso wie die der „Anti-Aging-Bewegung“, die Falten den Kampf ansagen möchten.

Aber auch die pflegenden und wundheilenden Wirkstoffe der Kamille weiß man in der Kosmetik-Branche zu schätzen. Ob Handcreme oder Lippenbalsam, selbst in Zahnpasta findet man beruhigende Kamillenextrakte. In Shampoos, Spülungen und Haarkuren zeigt sich die Kamille wortwörtlich von ihrer strahlenden Seite – indem sie blonde Haare aufhellt.

Aber Vorsicht: Nicht bei allen Menschen wirkt die Kamille gesundheitsfördernd oder macht schön. Überempfindliche Menschen sollten Kamille – egal, ob „Echt“ oder „Unecht“ – lieber meiden. Auch wenn die Echte Kamille (Matricaria recutita) zwar seltener allergische Reaktionen hervorruft als die unechten Kamille-Arten wie Hundskamille (Anthemis arvensis) und die römische Kamille (Chamaemelum nobile), die ein etwas höheres Sensibilisierungspotenzial aufweisen – an Korbblütlern im Allgemeinen haben Allergiker wahrlich keine Freude.

Strahlend schöner Teint

Strahlend schöner Teint

Strahlend schöner Teint

Eine ebenmäßige, glatte und reine Haut ist Sinnbild für Schönheit und Gesundheit – so einen traumhaften Teint wünschen sich die meisten Frauen. Doch leider trüben nicht selten Irritationen, Pickelchen oder Fältchen das makellose Erscheinungsbild der Haut. Das kann Veranlagungssache sein oder auch das Resultat falscher Pflege. Da ist das richtige Beauty-Know-how gefragt.

Zunächst einmal ist es wichtig, den eigenen Hauttyp zu kennen. Darauf abgestimmt sollten dann auch die Pflegeprodukte sein. Als goldene Regel gilt: Trockene Haut braucht Fett, fettige Haut braucht Feuchtigkeit. Die meisten Menschen haben allerdings eine so genannte Mischhaut. Das heißt die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) ist eher fettig, während die Wangen zur Trockenheit neigen. Hier können an den entsprechenden Stellen dann jeweils Produkte für trockenen oder fettigen Teint benutzt werden – oder spezielle ausgleichende Cremes.

Den Hauttyp erkennen

Um zu erkennen, welchen Hauttyp man hat, muss man seine Haut gut beobachten: Wie fühlt sie sich nach der Reinigung an? Spannt sie und schuppt sie schnell? Dann ist sie eher trocken. Bildet sich rasch wieder ein öliger Film und zeigen sich Unreinheiten? Das ist typisch für fettigen Teint. Und bei Rötungen und Juckreiz gehört man eher zum Typ mit sensibler Haut, die Pflege mit beruhigenden Wirkstoffen braucht. Wer unsicher ist, sollte sich vom Dermatologen beraten lassen.

Eine Grundregel ist, nicht ständig zwischen verschiedenen Pflegeprodukten zu wechseln und so die Haut mit immer anderen Wirkstoffen zu belasten. Denn dies kann zu Reizungen, Irritationen und Entzündungen führen, besonders bei empfindlicher Haut. Weiterhin sollte man sich an eine tägliche Gesichtspflege-Routine gewöhnen, die aus mehreren Schritten besteht.

Reinigung ist das A & O

Punkt eins ist die Reinigung. Belastende Substanzen aus der Umwelt und Make-up müssen besonders abends gründlich entfernt werden, damit sich die Haut über Nacht ungestört regenerieren kann. Je nach Hauttyp eignet sich dafür ein mildes Gel, Schaum, Milch oder Öl. Wimperntusche und Co. lösen sich mit speziellem Augen-Make-up-Entferner. Bei Frauen, die nicht gerade unter fettiger Haut und Pickeln leiden, genügt morgens zur Reinigung warmes Wasser.

Anschließend wird der Teint am besten mit einem Gesichtswasser (Tonic) geklärt. Vor allem Frauen mit trockener und empfindlicher Haut sollten darauf achten, dass es keinen Alkohol enthält. Das Tonic auf einen Wattepad geben und damit sanft übers Gesicht streichen – entfernt den Grauschleier, zieht die Poren zusammen und lässt die Haut frischer und rosiger wirken.

Creme sanft einmassieren

Nächster Schritt ist die Pflege. Tragen Sie eine auf die Bedürfnisse Ihrer Haut abgestimmte Creme sanft auf das Gesicht auf und massieren sie leicht ein, auch der Hals freut sich über seinen Anteil. Tagsüber ist eine leichtere Feuchtigkeitspflege empfehlenswert, nachts dann eine reichhaltigere Nachtcreme. Ab Mitte 20 sollte außerdem eine Augenpflege benutzt werden. Für jüngere Frauen eignen sich leichte Gels, die gegen Schwellungen und dunkle Ringe angehen. Reife Haut profitiert von Anti-Aging-Wirkstoffen wie Hyaluron oder Q 10. Behutsam einklopfen, denn die Augenpartie ist sehr empfindlich.

Alle weiteren Extras für die Gesichtspflege kommen nach Bedarf hinzu: Etwa einmal die Woche ist ein Peeling günstig – es entfernt abgestorbene Hautschüppchen und lässt den Teint rosig strahlen. Auch eine wöchentliche Gesichtsmaske verwöhnt und hilft dem Traumteint auf die Sprünge. Und besonders intensiv wirken Seren, die kurmäßig über vier bis acht Wochen täglich angewendet werden.

Gut geschminkt erblüht die Schönheit

Neben der Pflege spielt zudem gekonntes Schminken eine wichtige Rolle für die Schönheit des Gesichts. Die richtige Foundation ist das ganze Geheimnis. Für feinporige, klare Haut reicht eine leicht getönte Tagescreme. Fettiger und zu Unreinheiten neigender Teint braucht dagegen ein deckendes Make-up, das zugleich mattierend wirkt. Pickelchen und Co. sollten hier außerdem vorab mit einem Concealer abgedeckt werden. Und bei reifer Haut eignen sich Grundierungen, die Fältchen kaschieren – etwa durch sehr feine Schimmerpartikel, die das Licht reflektieren.

Beim Auftragen des Make-ups immer darauf achten, dass der Übergang zu Hals, Ohren und Haaransatz sanft verwischt wird, sonst sieht es leicht maskenhaft aus. Und was zum Abschluss niemals fehlen sollte: ein zarter Hauch von Farbe auf den Wangen. Puderrouge lässt sich meist leichter und gleichmäßiger verteilen als Cremerouge. Sparsam verwenden – man will ja nicht wie Rotbäckchen aussehen – und schon erstrahlt der Teint in jugendlicher Frische!

Zaubernuss: Magie à la Mutter Natur

Zaubernuss: Magie à la Mutter Natur

Zaubernuss: Magie à la Mutter Natur

Zaubernuss, Zauberstrauch, Hexenhasel – das klingt alles schon ein wenig nach Spuk, Hokuspokus und magischen Ritualen. Weit gefehlt, es handelt sich hierbei um eine vielseitige Pflanze, die nicht nur mit ihrem Aussehen, sondern vor allem dank ihrer wertvollen Inhalts- und Wirkstoffe „bezaubert“.
Traditionelles Heilmittel

Den bleichgesichtigen Einwanderern muss es vermutlich tatsächlich wie Zauberei vorgekommen sein, als sie sahen, welche Heilerfolge die Ureinwohner mit der Zaubernuss erzielten: Die Rinde, Zweige und Blätter des wundersamen Strauches halfen als Tee aufgebrüht nicht nur bei „Lappalien“ wie Entzündungen und Magen-Darm-Krämpfen, auch bei inneren Blutungen – und selbst zur Blutstillung nach einer Geburt – wurden die Zaubernuss-Extrakte erfolgreich eingesetzt. Auch äußere Verletzungen, Blutergüsse, Insektenstiche und Venenleiden ließen sich erfolgreich mit der traditionellen Heilpflanze behandeln. Zerrieben oder gestampft in einen Umschlag verpackt und auf die betroffenen Hautstellen aufgelegt, trat binnen kürzester Zeit die gewünschte Linderung ein.

Bis zum heutigen Tag setzt man in den USA auf den „zauberhaften Allrounder“. Allerdings wird die Hamamelis nun weniger innerlich als vielmehr äußerlich angewandt. Vor allem zur medizinischen Hautpflege steht sie hoch im Kurs. Von manchen Hautärzten werden Zaubernuss-Extrakte sogar als „sanfte Alternative“ zu Kortison empfohlen, denn der hohe Gehalt an Gerbstoffen wirkt sich bei verschiedenen Hautproblemen mehr als positiv aus, das belegen sogar wissenschaftliche Studien.

Überzeugt nicht nur Frauen…

Man muss kein David Copperfield sein, um Hautunreinheiten wegzaubern oder den „nagenden Zahn der Zeit“ aufhalten zu können: Das schafft auch Mutter Natur mit Hilfe der Zaubernuss. Mittlerweile sorgt das vielseitige Pflänzchen mit seinen wunderbaren Wirkstoffen auch im kosmetischen Bereich für Furore – als zauberhaftes Schönheitsmittel für Damen UND Herren.

Die aus den Rohstoffen hergestellten Extrakte des Hamamelis-Strauchs wirken neutralisierend und schwächen schädliche freie Radikale, die die Zellwände zerstören, zuverlässig ab. Dadurch wird der Alterungsprozess der Haut verzögert. Aber die „bezaubernde“ Pflanze kann noch mehr: Ihre hochwertigen Inhaltsstoffe wirken erfrischend, entzündungshemmend, adstringierend (also zusammenziehend), porenverfeinernd sowie juckreizstillend – und auch unterstützend bei der Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen.

Hamamelis dient daher als perfekte Grundlage für Gesichtscremes, Body-Lotionen, Haarwuchsmittel, Shampoos und Masken, aber auch für dekorative Kosmetik wie Gesichtspuder, Lidschatten oder Rouge. Viele Reinigungsprodukte, die für die unreine Haut und sogar bei Akne geeignet sind, basieren auf Hamamelis. Selbst Neurodermitis geplagte Menschen können Beauty- und Pflegeprodukte, die Zaubernuss beinhalten, in der Regel getrost anwenden und deren wunderbare Wirkungsweise genießen.

Auch wenn einige Herren Schönheitspflege nur wenig abgewinnen können, manche gar für überflüssig halten, spätestens bei der Benutzung von Pflegeprodukten für die tägliche Rasur revidieren selbst „Kosmetik-Muffel“ ihre Meinung. Nicht wenige „schwören“ regelrecht auf After Shave, dem Hamamelis-Wasser zugesetzt wurde. Kleine Rasierunfälle und Schnittwunden verschwinden durch das „Zauberwasser“ wortwörtlich wie von Zauberhand.

Kleine Traube, große Wirkung

Kleine Traube, große Wirkung

Kleine Traube, große Wirkung

In vino veritas, im Wein liegt die Wahrheit. Und nicht nur das. Wein macht auch schön! Oder besser gesagt vor allem dessen Basis, die Weintraube. „Klein, aber oho“ heißt die Devise, denn trotz ihrer Größe sind Trauben wahre „Beauty-Powerpakete“: In der Schale, im Fruchtfleisch und im Traubenkern steckt die geballte Traubenkraft, die Wohlbefinden und Schönheit verspricht.

Schon in der Antike galten Trauben und Wein als DAS Gesundheitsmittel schlechthin. Der griechische Arzt Hippokrates setzte bei der Behandlung von Magen-Darm-Beschwerden ebenso wie bei Fieber voll auf die „Beerenkräfte“ des Rebensaftes. Aber auch die Wirkung des Traubenkernöls war bekannt. Das edle Pflanzenöl wurde für die innere ebenso wie für die äußere Schönheit angewendet. Im Mittelalter war es derart kostbar, dass es sogar in Silber aufgewogen wurde.

Heutzutage weiß man, dass ein Rebstock ein absoluter Tausendsassa ist, der von A bis Z unserer Schönheit dienen kann. Er beschenkt uns neben Trauben und Wein mit Saft, Traubenkernöl und Weinblättern. Sie alle verfügen über eine Fülle von Stoffen, die in Beauty- und Wellnessprodukten zu finden sind. Und die für die Kosmetik größte Bedeutung haben – allen voran die „Polyphenole“. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben eine antioxidative Wirkung. Freie Radikale, die unsere Haut schneller altern lassen, werden dadurch effektiv gestoppt. Zudem stimulieren Polyphenole die Produktion von Kollagen, was sich positiv auf die Festigkeit der Hautstrukturen auswirkt.

Weiche Schale – harter Kern

Stolze 2.000 Kilogramm Trauben beziehungsweise 50 Kilo Traubenkerne sind nötig, um daraus nur einen Liter des kostbaren Traubenkernöls zu gewinnen. Und dieses Öl hat es wahrhaftig in sich: Kaltgepresstes Traubenkernöl enthält als einziges Öl – und Nahrungsmittel – eine erwähnenswerte Menge an „Procyanidin“. Bei Procyanidin handelt es sich um ein außergewöhnliches Antioxidans, das rund 50-mal stärker als Vitamin E wirkt. Aber nicht nur dieser Inhaltsstoff macht Traubenkernöl für die Beauty-Branche derart interessant. Auch die ungesättigten Fettsäuren des Traubenkernöls, vor allem Linolsäure, sind nicht zu verachten: Sie spenden der Haut Feuchtigkeit satt. Das Fruchtfleisch der Traube steckt voller Vitamin C, was die Neubildung der Haut fördert. Dazu kommen wichtige Mineralien wie Calcium, Kalium, Phosphor und Eisen, die den Stoffwechsel ankurbeln. Zusätzlich sorgen Spurenelemente für einen frischen Teint.

Auch im so genannten „Weintrester“ – den Fruchtresten, die beim Pressen der Trauben entstehen – steckt geballte Traubenkraft. Und sogar in den Weinblättern: Die in den Blättern enthaltenden „Flavonoide“ (immunstärkende Substanzen) haben eine entzündungshemmende Wirkung und steigern zudem die Durchblutung. Trink, trink, Brüderlein trink? Was nach einem geselligen Abend mit einem guten Tröpfchen klingt, ist tatsächlich eine Form von Wellness, die, im „Wein-Eldorado“ Frankreich entdeckt, auch hierzulande zunehmend im Trend liegt: Die ganzheitliche Vino-Therapie.

Sie dient der nachhaltigen Gewebestraffung und Faltenglättung durch Bäder, Peelings und Massagen mit kaltgepresstem Traubenkernöl und Tresterpackungen, die ungesättigte Fettsäuren und weitere bioaktive Wirkstoffe ins Rennen schicken. Die Kräfte des Weines schützen das Immunsystem der Zellen und halten so die Hautalterung auf, sie pflegen und regenerieren die Haut – und das nachhaltig.

Die Ursprünge der Vino-Therapie

… liegen wie schon erwähnt im Weinland Frankreich. Nachdem an der Universität in Bordeaux entdeckt wurde, dass das „Abfallprodukt Traubenkern“ mit seinen Polyphenolen ein wirksames Mittel gegen freie Radikale ist, wurden dort im September 1995 von der Firma „Caudalie“ die ersten Traubenkernprodukte auf dem Beauty-Markt etabliert.

In Deutschland finden sich die Anfänge der Vino-Therapie im Naheland. Das Romantik Hotel & Vital Spa „BollAnt’s im Park“ war das erste seiner Art, das die Vino-Therapie im Programm hatte. Die hauseigenen „Carpe Vino“-Produkte sind frei von Farbstoffen, Parabenen, Parfüm sowie synthetisch hergestellten Ölen und so für alle Hauttypen geeignet. „Gerade als Therapeutin und somit Anwenderin täglicher Körpertherapien ist es mir wichtig gewesen, eine Körperpflege zu produzieren, die das Traubenkernöl in reinster Qualität enthält, ohne Zugabe synthetischer Wirkstoffe oder Beduftung”, so Nicole Praß-Anton, Spa-Managerin des „BollAnt’s im Park“. Vor rund zwölf Jahren führte sie in dem mehrfach ausgezeichneten Gesundheits- und Wellnesshotel die Weintherapie ein. Sie gilt in Deutschland seitdem als Pionierin, deren Engagement auf diesem Gebiet als „Spa-Personality“ mit dem „Wellness Aphrodite-Award“ belohnt wurde.

Neben den Beauty-Behandlungen werden den Gästen noch weitere „vinotherapeutische Maßnahmen“ angeboten, in Form von „innerlicher Anwendung“: Ein schönes Glas Rotwein oder ein trockener, köstlicher Riesling gefällig? Oder darf’s etwas Traubenkernpasta sein? Auch für den theoretischen Teil ist bei Bedarf gesorgt. Die Gäste des Hotels können an Weinproben beim Winzer oder an geführten Wanderungen durch den Weinberg mit anschließender Betriebsbesichtigung teilnehmen.

Weitere Wellness-Hotels, die Vino-Therapie anbieten, sind das Moselromantik-Hotel Keßler-Meyer, Deutschland, das Wein- und Genusshotel „Der Weinmesser“, Südtirol, oder das „Les Sources de Caudalie“, Bordeaux/Frankreich.

Sonne auf der Haut

Sonne auf der Haut

Sonne auf der Haut

Mit dem Sommer steigt die Lust auf Sonne, Strand und einen schön gebräunten Teint. Damit die Haut dabei keinen Schaden nimmt, sollte man sie allerdings gut schützen und pflegen.

Ohne Sonne geht es nicht – ihre wärmenden Strahlen sind lebensnotwendig für den Organismus. Sie stärken die Abwehrkräfte, unterstützen die Atmung und den Kreislauf und sorgen für die körpereigene Vitamin D-Produktion, die wichtig zum Aufbau und Erhalt des Knochengerüsts ist. Ihr gleißendes Licht hellt unsere Stimmung auf, steigert das Wohlbefinden und regelt den Schlaf-Wach-Rhythmus. Kein Wunder also, dass wir uns so gerne der Sonne hingeben.

Die Sonne strahlt mit UV-A und UV-B

Das Thema Hautkrebs ist mittlerweile den meisten sehr bewusst. Gefürchtet ist vor allem der berüchtigte schwarze Hautkrebs, an dem jährlich etwa 16.000 Deutsche erkranken. Doch deutlich häufiger tritt mit 100.000 Neuerkrankungen der so genannte weiße Hautkrebs auf. Er zeichnet sich durch rötliche oder gelblich-bräunliche Flecken sowie leicht erhabene raue Stellen aus und ist die Folge chronischer Lichtschädigung der Haut. Wird er im Frühstadium erkannt, sind die Heilungschancen sehr gut. Da weißer Hautkrebs am häufigsten auf den typischen „Sonnenterrassen“ vorkommt – Handrücken, Nase, Ohren, Dekolleté, Kopf – ist hier ein hoher Lichtschutzfaktor besonders wichtig.

Herrlich ist zwischendurch ein erfrischender Sprung ins Meer oder in den Pool. Danach sollte man sich jedoch abtrocknen, denn Wassertropfen wirken sonst wie winzige Brenngläser auf der Haut.

Immer dick auftragen!

Überhaupt ist ein kluger Umgang mit der Sonne das A und O. Weil die Strahlung um die Mittagszeit am aggressivsten ist, hält man sich zwischen 11 und 15 Uhr lieber im Schatten auf. Direkt in der Sonne ist dann meist sowieso zu heiß. Außerdem sollte Sonnenschutzcreme immer reichlich aufgetragen werden. Untersuchungen haben gezeigt, dass Strandbesucher im Durchschnitt nur 25 Prozent des erforderlichen Sonnenschutzmittels auf die Haut geben. Und dann wird sie in den meisten Fällen auch noch unzureichend verteilt. Also, ruhig verschwenderisch mit der Lotion umgehen und keine Stellen auslassen, außerdem regelmäßig nachcremen!

Herrlich ist zwischendurch ein erfrischender Sprung ins Meer oder in den Pool. Danach sollte man sich jedoch abtrocknen, denn Wassertropfen wirken sonst wie winzige Brenngläser auf der Haut.

Der schönste Sonnenspaß kann einem allerdings vergällt werden, wenn man unter Sonnenallergie leidet: Hässliche rote Pustelchen, die sich vor allem über Dekolleté, Arme, Rücken ausbreiten und schrecklich jucken. Die Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Medikamente können Schuld sein, oft liegt auch ein Zusammenhang mit fetthaltigen Sonnenschutzcremes oder Körperpflegemitteln vor. Hier empfiehlt sich die Verwendung fettfreier Gels. Zur Vorbeugung schwören viele auch auf die Wirkung von Kalzium-Präparaten.

Pflegen und schmücken

Für schöne und lang anhaltende Farbe sorgt dann das richtige Beauty-Know-how. So bräunt zum Beispiel glatte Haut gleichmäßiger. Ein Peeling am Abend vorher ist also eine ideale Vorbereitung für einen tollen Teint. Auch schonendes Sonnen bringt mehr: Je nach Empfindlichkeit sollte man nach ein, zwei Stunden aus der prallen Sonne gehen. Denn wenn die Haut sanft ohne Sonnenbrand gebräunt wird, schuppt sie sich nicht so schnell ab – der verführerische Goldton bleibt länger erhalten.

Wichtig ist dann noch die Pflege danach. Um die Hitze aus dem aufgeheizten Körper abzuleiten, ist eine lauwarme Dusche am besten geeignet. Anschließend möchte sonnenstrapazierte Haut mit viel Feuchtigkeit verwöhnt werden. Optimal sind After-Sun-Produkte, weil sie genau auf die jetzigen Bedürfnisse abgestimmt sind. Großzügig auf der Haut verteilen. Dem Gesicht tut auch eine beruhigende Maske gut. Die lässt sich leicht selbst machen: Drei Esslöffel Quark mit einem Teelöffel Honig verrühren, auftragen und zehn Minuten einwirken lassen. Dann abspülen und eine kühlende Creme verwenden. Mit einem Hauch Schimmer-Puder auf Wangen, Dekolleté und Schultern bringt man zum Abschluss die Bräune perfekt zur Geltung. Wie von der Sonne geküsst!

Alles Gute für Ihr Haar

Alles Gute für Ihr Haar

Alles Gute für Ihr Haar

Walle-Mähne oder flotter Kurzhaarschnitt, Lockenschopf oder schlichter Pagenkopf – Wohlbefinden und Haarpracht scheinen bei vielen Menschen eng verknüpft zu sein. Ist die Frisur eher ein Problemfall, leidet oft das Selbstbewusstsein. Doch für volles und glänzendes Haar kann man einiges tun. Haare haben es nicht eilig: Gerade mal mickrige 0,3 Millimeter wächst ein Haar pro Tag – das macht rund elf Zentimeter im Jahr.

Grund genug also, diesen kostbarsten Schmuck nach allen Regeln der Kunst zu hegen und zu pflegen. Dabei sind Haare eigentlich nur „totes Zellmaterial“, Hornfäden nämlich, so genannte Hautanhangsbilde. Allein die Wurzel wird von feinen Nervenfasern umsponnen, wodurch man Berührung und Bewegung spürt.

Im Wesentlichen setzt sich das Haar aus drei Schichten zusammen. Die äußere Schicht heißt Cuticula und wird aus dachziegelartig angeordneten Schuppen gebildet. Sie ist für äußere Eigenschaften wie Glanz oder Lockigkeit verantwortlich. Unter der Cuticula liegt der Cortex, der aus Keratinsträngen besteht, dem wichtigsten Aufbaustoff des Haares. Er bestimmt seine Festigkeit und Elastizität. Die innerste Schicht nennt sich Medulla und ist meist schwammartig aufgebaut. Ihre Funktion ist bis heute nicht geklärt.

Blickfang und Ausdruck der Persönlichkeit

Die Kopfhaare sollen physiologisch gesehen vor Kälte und zu starker Sonnenstrahlung schützen. Vor allem aber haben sie heute eine ästhetische und modische Aufgabe. Sie sind Ausdruck der Persönlichkeit, verraten viel über den Geschmack und Herkunft – und können auch erotische Signale aussenden. Kurz gesagt: Haare gehören zu den wichtigsten Schönheitsattributen. Nun ist nicht jede Frau von Natur aus mit einer Traummähne gesegnet. Bei der einen ist das Haar zwar seidig und glänzend, dafür aber fein – und die Frisur fällt immer schnell zusammen. Die andere kämpft dafür mit wilden Locken, die jedoch leicht trocken und struppig aussehen können. Es ist also wichtig, die richtige Pflege für den jeweiligen Haartyp zu wählen. Heutzutage gibt es für beinahe jedes haarige Problem eine Lösung.

Weit verbreitet sind beispielsweise fettige Haare. Sie werden meist durch eine Überproduktion der Talgdrüsen in der Kopfhaut verursacht. Früher hieß es oft, dass man fettiges Haar nicht so häufig waschen soll, um die Fettproduktion nicht noch mehr anzuregen. Dieser Rat stammt noch aus Zeiten, als die Shampoos sehr aggressiv waren. Mit den modernen sanften Shampoos darf man beruhigt jeden Tag den unschönen Fettsträhnen den Garaus machen. Allerdings sollte allzu häufiges Bürsten unterlassen, um die „Schmiere“ nicht obendrein noch im ganzen Haar zu verteilen. Auch der Föhn ist lieber nur sparsam einzusetzen, weil er die Fettproduktion anregt. Rein optisch können zarte, helle Strähnchen für Verbesserung sorgen – sie kaschieren den fettigen Haaransatz. Strähnchen sind auch ein Geheimtipp bei sehr feinen Haaren. Durch die Aufhellung wirken sie voller und aufgrund der chemischen Behandlung wird die Schuppenschicht der Oberfläche aufgeraut. Das macht die Haare griffiger und sie fallen nicht so schnell zusammen. Zusätzlich sollten Frauen mit eher dünner Haarpracht spezielle Pflegeprodukte für mehr Volumen wählen.

Über 100.000 Haare wollen gepflegt werden

Für schnelle Fülle sorgen zudem diese zwei Profi-Tricks: Den Ansatz mit einem Toupierkamm leicht antoupieren und mit Volumenspray fixieren. Oder ein wenig (!) mattes Styling-Wachs auf den Handflächen verteilen und es mit kreisenden Bewegungen in die Haare am Oberkopf massieren. Das bauscht die Mähne schön auf und lässt sie üppiger aussehen. Über mangelndes Volumen brauchen sich Leute mit Locken oder Naturkrause dagegen keine Sorgen machen. Oft wünschen sich aber gerade Frauen mit so einem wilden Schopf, um den sie so häufig beneidet werden, nichts mehr als glattes Haar. Dabei wirken Lockenköpfe meist besonders lebendig, verführerisch und exotisch. Das Problem mit diesen Haaren ist, dass sie häufig spröde, struppig und trocken sind. Das gilt besonders, wenn sie lang sind und das Fett der Kopfhaut ihre Spitzen nicht erreicht. Darum sollte zum Waschen ein Shampoo mit pflegenden Ölen oder Panthenol verwendet werden und danach eine Spülung. Anschließend nur mit einem grobzinkigen Kamm ordnen.

Neigt der Schopf zur Widerspenstigkeit, einfach eine Pflegecreme, die nicht ausgespült werden muss, in die Spitzen kneten. Das definiert Locken auch besonders schön. Einmal die Woche empfiehlt sich außerdem eine Kurpackung. Schwieriger ist das Thema Haarausfall. Die Ursachen können erblich, hormonell oder durch Medikamente bedingt sein. In diesen Fällen kann nur ein Arzt weiterhelfen. Doch auch einseitige Ernährung und Diäten, psychischer Stress oder zuviel Chemie durch aggressive Colorationen können zu Haarausfall führen.

Wichtig ist es daher, auch auf die „inneren Werte“ zu achten. Eine ausgewogene Kost mit viel Obst, Gemüse, Getreide und magerem Fleisch sowie Fisch ist optimal für gesunde Haare. Außerdem sollte jeder Mensch bei Stress für Ausgleich sorgen. Und was das Färben und das Stylen mit Lockenstab, Glätteisen & Co. angeht, so gilt die Regel „nicht übertreiben“ – die Haare brauchen auch Phasen der Regeneration.

Ein Besuch beim Profi lohnt sich immer. Nur mit der richtigen Länge und einem perfekten Schnitt können Haare richtig zur Geltung kommen. Lange Haare sind nichts für dünne und feine Haare. Auch starke Stufen lassen sie noch dünner wirken. Gerade Schnitte oder nur leichte Stufen sind hier die Wahl. Lockiges und dickes Haar sollte dagegen immer durchgestuft werden. Bei langen Haaren sollten die Spitzen alle zwei bis drei Monate nachgeschnitten werden. Mit Kurzhaarschnitten geht es nach sechs bis acht Wochen wieder zum Friseur.

Egal ob kurz oder lang, für jede Frisur ist gepflegtes Haar die Basis, deshalb sollten Sie immer auf die passende Pflege achten.